»Mitmachladen« eröffnet neuen Standort

Anlaufpunkt zur Mitwirkung in demokratischen Prozessen

»Gutes Regieren und neue Beteiligungskultur«, das beschloss im Jahr 2016 die Berliner Regierung, um den Bürgern mehr Einflussmöglichkeiten auf die Stadtentwicklung zu gewähren. Jeder Bezirk wurde mit einem Büro ausgestattet als Anlaufpunkt für Bürgerfragen.

Die Drei von der Bürgerbeteiligung.   Foto: Mitmachladen

In Neukölln ist es der »Mitmachladen«, der in diesem Jahr in die Jonasstraße 26 umzog und die Eröffnung am 18. März feiern konnte.
Unter der Schirmherrschaft der »Bürgerstiftung Neukölln« führen Franziska Zeisig und Lukas Schulte mit der Mitarbeiterin Charikleia Kazantzidou die Geschicke der Bürgerbeteiligung. Vorhaben sind beispielsweise der Umbau der Ilsestraße zur Fahrradstraße, der Umbau der Weichselstraße oder die Kiezblocks. Eine gute Möglichkeit, über das breite Spektrum der Aktivitäten einen Eindruck zu erhalten, ist ein Blick auf die homepage www.mein.berlin.de. Hier übersetzen die Mitarbeiter des »Mitmachladens« Verwaltungssprech über bauliche Veränderungen im städtischen Raum in verständliches Deutsch. Sie verstehen sich als Schnittstelle zwischen den Bürgern, der Politik und der Verwaltung. »Mitmachladen« eröffnet neuen Standort weiterlesen

Gropius Eck abgebrannt

Ein Akt sinnloser Zerstörung

Das letzte Kiezeck (auch Gropiuseck) ist in der Nacht zum 7. Februar um 1.00 Uhr restlos abgebrannt. Die Feuerwehr konnte nur noch die Reste löschen. Wer dafür verantwortlich ist, konnte laut Polizei bisher nicht ermittelt werden.

Gropius Eck vor
und nach der Zerstörung. Foto: pr

Nun ist die Idee der »Kiezecke« Geschichte. Die Evangelische Kirchengemeinde in der Gropiusstadt, (die Apfelsinen Kirche), hatte den Platz auf ihrem Kirchengelände zur Verfügung gestellt. Hier konnten Bücher getauscht, und auf der anderen Seite Informationen und Ideen vermittelt werden. Das Kiezeck wurde von den Anwohnern und den Gemeindebesuchern sehr gut angenommen. Auch die Informationen für Gropiusstädter wurden gerne genutzt und gewürdigt.
Die »Gropiusstädter Bewohnerinnen Vertretung« (GBV) kümmerte sich liebevoll um das Gropiustädter Kiezeck. Leider war das Kiezeck nicht versichert.
Bereits in den letzten Jahren kam es immer wieder zu Schmierereien und enormem Vandalismus. Nun könnten wir wieder ein neues Kiezeck bauen lassen oder auch ein nicht zerstörbares teures altes Telefonhäuschen kaufen. Das ist ein Problem, denn das GBV kann das nicht alleine stemmen. Das Quartiersmanagement will helfen, aber die Mittel reichen alleine nicht.
Wir alle sind traurig aber auch wütend über solche sinnlose Gewalt.

Eddy Buttelmann vom GBV

Neuköllner Alltägliches

Nachrichten aus Neuköllner Zeitungen vor 100 Jahren, bearbeitet von M. Rempe

Neuköllnische Zeitung, Dienstag, 7.4.1925
Die Unsitte des Rauchens im Walde hat gestern mittag im Tegeler Forst zu einem großen Waldbrand geführt. Im Jagen 90, in der Nähe von Tegelort, brach plötzlich ein Feuer aus, dem etwa zehn Hektar Eichen= und Kieferschonung zum Opfer fielen. Die Tegeler Feuerwehr und die Borsig=Fabrikwehr waren über eine Stunde angestrengt tätig, um ein Uebergreifen des Brandes zu verhindern. Der Brand ist dadurch entstanden, daß zwei junge Mädchen im Walde rauchten und die Zigaretten dann achtlos fortwarfen. Die beiden Mädchen sind festgestellt worden und sehen außer ihrer Bestrafung wegen Rauchens im Walde auch noch einer Schadenersatzklage entgegen. Neuköllner Alltägliches weiterlesen

Wenn zwei sich streiten….

Ab zum Streitschlichter!

Malte Priesmeyer. Foto: Fred Haase

Als ich spazieren ging, entdeckte ich ein amtliches Schild an einer Hausfassade. Unter dem Berliner Bären stand deutlich und gut lesbar »Schiedsamt«. Obwohl ich zurzeit nicht besonders streitsüchtig unterwegs bin, war mein Interesse geweckt. Herr Malte Priesmeyer öffnete mir nicht nur die Tür, sondern war bereit, mir Fragen zu seiner Tätigkeit zu beantworten. Er ist Streit­schlichter geworden weil es einen unerfreulichen, teuren Streit in der Nachbarschaft gab. Da stellte sich die Frage, ob es nicht schnellere und günstigere Lösungen gibt, als vor Gericht zu gehen. Die Antwort auf diese Frage war das Schiedsamt.
Der Ablauf einer Schlichtung beginnt mit der Kontaktaufnahme zu ihm und einem Vorgespräch. Der Streit wird benannt, er erklärt wie ein Schiedsmann tätig wird. Ist Schlichtung gewünscht, wird ein Antrag aufgenommen. Zuständig ist das Schiedsamt, in dessen Bezirk die Gegenpartei wohnt. Schiedspersonen haben keine Ausbildung. Streit soll nicht über Paragraphen gelöst werden, sondern mit Lebenserfahrung und menschlichem Verhandlungsgeschick. Wenn zwei sich streiten…. weiterlesen

Ziegert ist pleite

Kein Freund der Altmieter

Alte Kämpen kennen Ziegert noch als Entmieter. Andere als Umwandler von Miet- in Eigentumswohnungen. Jetzt muss der Makler von Luxus-Immobilien in die Insolvenz.
Vor 40 Jahren soll die Firma Häuser unbewohnbar gemacht haben, um die Bewohner zu vertreiben. Ein zweifelhafter Job als Basis für Aufstieg und wirtschaftlichen Erfolg. Ein Motor der Gentrifizierung.
2014 erhielt Ziegert in einem großen Tagesspiegel-Interview Gelegenheit zur Selbstdarstellung. Dort lehnte er eine Mietpreisbremse ab und rühmte sich der Vermarktung eines Penthauses nahe dem Brandenburger Tor an ausländische Käufer für zu dieser Zeit außerordentliche 10.588 Euro pro Quadratmeter. Ziegert ist pleite weiterlesen

Kostbarer Kunststoff

»Precious Plastic« Berlin

Der Holländische Industriedesigner Dave Hakkens gründete 2013 das Open-Source Projekt »Precious Plastic«, das sich dem Sammeln und Recyceln von Kunststoffen verschrieben hat. Gleichzeitig gibt es auf deren Plattform kostenloses Know How, Anleitungen zum Selbstbau der dafür benötigten Maschinen, oder preiswerte breits fertig montierte Maschinen. Das befähigt nun Menschen weltweit, mit dem Recycling von Kunststoffen zu beginnen und aus dieser kostenlosen und inzwischen allgegenwärtigen Ressource, selbst neue Produkte zu schaffen.

Federbälle zu Medaillen. Foto:rr

Seit 2019 gibt es »Precious Plastic« auch in Berlin, was jedem hier die Möglichkeit zum Plastikrecyceln bietet. Bislang wurde das Projekt aus Privatvermögen finanziert, doch seit diesem Monat ist die Vereinsgründung durch und die Gemeinnützigkeit offiziell anerkannt. Das bedeutet zwar einen größeren bürokratischen und verwaltungstechnischen Aufwand, soll aber künftig eine langfristige Finanzierung über Spenden, Förderungen, Mitgliedsbeiträgen, Workshops und/oder Verkäufe zu ermöglichen. Kostbarer Kunststoff weiterlesen

Reparieren statt Wegwerfen

Enkel und ein Repair-Cafe bringen Oma zum Staunen

Wie immer kommt Oma Frieda Sonntagnachmittag zu Besuch. Die Familie sitzt vor den Kaffeetassen, und der selbstgebackene Bienenstich ist sehr lecker. Vom Gaming noch müde, lässt sich der vierzehnjährige Enkel Noah den Kuchen schmecken.

Der ehemalige Hausmeister im Repair-Cafe und Ali, ein fachlich versierter Schüler. Foto: Fred Haase

»Ach«, sagt Oma traurig, »gestern ist mein geliebter Kassettenrecorder kaputt gegangen. Er spielt nicht mehr. Leider repariert heutzutage keiner 21 Jahre alte Geräte und es wird wahrscheinlich sehr teuer.« Da wird Noah hellwach: »Du Oma, ich kann das!« Frieda staunt, fragt nach. »Wir haben an unserer Schule ein Repair-Cafe unter der Leitung eines ehemaligen Lehrers und Hausmeisters.« Reparieren statt Wegwerfen weiterlesen

Dicke Linda

Sommerkonzerte auf dem Markt

Der Frühling kommt, und wie jedes Jahr startet dann auch die »Musiklinda« auf dem Wochenmarkt auf dem Kranoldplatz. Den Auftakt der Konzerte macht die vierköpfige Pop-Combo K-BAP am Samstag, den 12. April. Bis September findet dann immer am zweiten Samstag im Monat ein Marktkonzert statt.

Markttreiben. Foto: Die Marktplaner

Der kleine beschauliche Markt, die DICKE LINDA, ist wohl einer der schönsten Märkte der Stadt, weil er auf einem Platz stattfindet, auf dem Bäume im Sommer wohltuenden Schatten spenden. Hier treffen sich die Nachbarn, sprechen miteinander, trinken ihren Kaffee oder genießen das Essen, verweilend auf den Bierbänken, die der Marktbetreiber zur Verfügung stellt.
Erwerben kann der Marktbesucher alles, was er zum Überleben braucht: Brot, Gemüse aus der Region oder biozertifiziert, Käse, Blumen und Wein.
Wenn die Konzerte stattfinden, wird es etwas voller. Kunstgewerbe wird angeboten, aber auch zusätzliche Produkte aus der Region wie zum Beispiel Honig oder Bier, das von einem Finnen in Neukölln hergestellt wird, sind dann käuflich zu erwerben.

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Auf ein Bier im »Tempelgarten«

Gastro auf dem Tempelhofer Feld

Es ist nicht irgendein Platz, an dem sich der »Tempelgarten« auf dem Tempelhofer Feld gegründet hat. Hier, gegenüber dem Garnisonfriedhof, dicht am Eingang Co­lumbiadamm, feierten die amerikanischen Besatzer bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts ihre Grillfeste. Sie pflanzten Bäume, die die Sicht auf ihren Arbeitsplatz, das Tempelhofer Flughafengebäude, versperrten. Nebenbei ist dadurch der Effekt entstanden, dass dieser Platz vor dem regelmäßigen Westwind im Sommer recht geschützt ist.

Biergartenatmosphäre. Foto: pr

2023 gewannen Jan und Palermo, die neuen Geschäftsführer des »Tempelgartens« den Wettbewerb für den Betrieb einer Gastronomie bei »Grün Berlin«. Im August desselben Jahres unterschrieben sie den Mietvertrag und im September ging es los mit Bier und Brezeln. Die Saison war Ende Oktober vorbei und der neue Start war dann erst wieder im April 2024. Bis dahin entstand ein zweckmäßiges Gebäude aus Gerüsten mit Holzverkleidung, hinter denen sich eine Theke für Getränkeausschank kalter und heißer Getränke und eine Essensausgabe befindet. Auf ein Bier im »Tempelgarten« weiterlesen

Olaf Helmut Pöschke 1951-2025

Ein Nachruf von Marta Stolle

Mein allerliebster Papa, ich möchte jetzt gerade cool sein, lässig, selbstbewusst, doch es will mir nicht recht gelingen. Ich fühle mich unvollständig, wie ein Puzzle, bei dem das letzte Teil fehlt, wie ein Boot ohne Segel, wie Musik ohne Perkussion.
In den letzten eineinhalb Jahren habe ich einen anderen Olly kennengelernt, einen schweigsamen, grübelnden, besorgten, von Schmerz gezeichneten Mann.
Doch wie oft warst du mir ein Vorbild, mein Fels in der Brandung.
Du hast mir gezeigt, dass mit Hirn, Herz, Humor und Hingabe fast alles möglich ist.
Durch deine Liebe zur Musik hast du so viele Menschen zum Jubeln, zum Klatschen und zum Tanzen gebracht. Vor allem aber hast du Menschen mit dir und miteinander verbunden.
Dein Lieblingsort war die Bühne. Die Lichter, die Band und die Groupies waren dein Lebenselixier.
Du warst Teil von vielen Projekten. »Riff« war bestimmt nicht deine erste Band. Später folgten die »los Barriga«. Neben »deseo Picante« und »Sarabande« hast du auch in vielen mehr oder weniger spontanen Arrangements, wie der »Sandmann-Schlagerband« mitgewirkt und die Trommelfelle nicht nur durch deine Hände, sondern auch durch deine Stimme zum Schwingen gebracht. King Louis, dein alter Ego, dein Scaten, hat dir viel bedeutet und dich, beim Performen, teilweise an den Rand eines Zusammenbruchs gebracht. Olaf Helmut Pöschke 1951-2025 weiterlesen

Sprachcafé als Ort der Begegnung

Eine handschriftliche Ausstellung der besonderen Art

Die Welt klingt mit in der Ausstellung im Sprachcafé, die sich an der Wand entlang des barrierefreien Aufganges zum Kinder- und Jugendbereich befindet.


Männer und Frauen aus verschiedenen Ländern haben handschriftliche Texte zu Papier gebracht. Einmal in ihrer Muttersprache, einmal auf Deutsch. So erhält der Betrachter in der »Helene Nathan Bibliothek« einen zweifachen Eindruck. Zum einen ist die Schönheit der Muttersprachen zu sehen, zum anderen das Bemühen, dieselbe Aussage in die deutsche Sprache zu gießen. Bei der Vernissage kam das auch zum Klingen. Zunächst wurden Texte in der Muttersprache vorgetragen, dann auf Deutsch. Schließlich wurde im Raum des Sprachcafés an vier vollbesetzten Tischen lebendig geredet.
Die Kommunikation ist auf Deutsch, wie immer im Sprachcafé. Das, was in diesem besonderen Café bei jedem Treffen geleistet wird, war auch bei der Vernissage zu erleben. Sprachcafé als Ort der Begegnung weiterlesen

Semra Ertan

»Mein Name ist Ausländer«

Mit ihrem Gedichtband »Mein Name ist Ausländer« setzte Semra Ertan ein kraftvolles Zeichen gegen Ausgrenzung und Alltagsrassismus. Die 1956 in der Türkei geborene Autorin lebte seit ihrem zwölften Lebensjahr in Deutschland. In über 350 Gedichten thematisierte sie ihre Erfahrungen als Tochter von sogenannten »Gastarbeitern«.
Semra Ertan versuchte mit ihrem Schreiben, einen Funken Menschlichkeit in den Menschen zu wecken. Migranten, die nach Deutschland kommen, tragen oft eine schwere Last – verlorene Erinnerungen, Einsamkeit, das Gefühl, fremd zu sein. Semra Ertan weiterlesen

Weinpestilenz in Britz

Kultgetränk in Gefahr

Durch eine Routinekontrolle des Grünflächenamtes im Britzer Weinanbaugebiet am Koppelweg wurde der Befall einiger Reben mit dem für Mensch und Pflanze ungefährlichen, den aus den Trauben befallener Pflanzen gewonnenen Wein jedoch rasch ungenießbar machenden Virus »Pestilentia viniferae« festgestellt. Der Befall, auch bekannt als »Weinpestilenz«, zeigt sich durch das Auftreten winzigkleiner, nur mit der Lupe erkennbarer roter Punkte am Ansatz zwischen Blatt und Stengel. Diese Infektion ist jedoch nicht zu verwechseln mit der bereits seit den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts bekannten »Weinpest«.

Weingarten statt Liegewiese. Foto: mr

Die Folgen für den Wein sind verheerend: Zusammen mit dem im Wein enthaltenen Schwefel und unter dem Einfluss von Luftsauerstoff werden einige der im Wein natürlich enthaltenen Enzyme so verändert, dass sie dem Wein innerhalb kürzester Zeit einen hundekotähnlichen Geruch und einen noch widerlicheren Geschmack verleihen. Besonders schlimm ist, dass »erkrankter« Wein für anderen Wein sozusagen »ansteckend« ist, weil das Virus durch die Luft übertragen werden kann; der Weingenießer am Nachbartisch hat also bald auch was davon. Weinpestilenz in Britz weiterlesen

Stille Post

Fred Haase ist umfassend informiert

Ich traf beim Gang zur Bushaltestelle meine Nachbarin S.. Sie ist frohmutig, meistens gut gelaunt und noch sehr dynamisch für ihre 71,3 Jahre. Sie beherrscht eine besondere Atemtechnik. Ihr Gegenüber staunt, dass sie ohne Luft zu holen zwölf Minuten pausenlos reden kann. Über fast alles, was in ihrem Umfeld passiert, ist sie bestens informiert. So haben die Bewohner unserer Siedlung Techniken entwickelt um galant Begegnungen mit ihr zu managen. Je nach Stimmung und Blutdruck wird entweder die eigene Zeitplanung komplett ignoriert oder Ausreden mit gehetzter Stimme leidend formuliert wie zum Beispiel Diarröh oder vergessen den Lockenstab auszuschalten (Nachzulesen in meinem Buch »Ausreden die Freude machen«).

Foto: Susanne Sitek

Ich hatte nun heute Zeit und außerdem noch keine gute Tat vollbracht. Also, gute Voraussetzungen die nächste Zeit menschlich zu gestalten. Ich nahm die Kartoffelsackhaltung ein und federte leicht mit den Fersen. Mein Lächeln war gemäß meines Volkshochschulkurses perfekt: Die Lippen waren symmetrisch. Sowohl die Ober- als auch die Unterlippe waren gleichmäßig geöffnet um das Lächeln auszugleichen. Ebenso war die Mitte meiner Lippen mit der Mitte des Gesichts übereinstimmend. Die Krümmung des Lächelns entsprach dem Bogen meiner Zähne. S. konnte loslegen. Stille Post weiterlesen

Basteln mit Rolf

Eiermännlein

Ostern naht. Für die Eierfigur brauchen wir ein ausgeblasenes Ei, Pfeifenreiniger, einen Dorn, etwas Wolle, Heißkleber, einen schwarzen Marker, eine Toilettenrolle, einen Kegel aus einem Eierkarton und Lust zum Pfriemeln.


Mit dem Dorn kommen oben und unten zwei Löcher ins Ei, das so ausgeblasen werden kann. Aus den Pfeifenreinigern biegen wir zwei Hände. Dazu zwei Füße, die am oberen Ende zusammen gedreht werden. Das untere Loch im Ei wird etwas erweitert (Dorn), so dass gerade so das Beinende hineinpasst, das mit Heißkleber befestigt wird. In zwei weitere Löcher im unteren Viertel vom Ei kommen die Arme, auch die mit Heißkleber fixieren und oben auf dem Ei ein paar Wollfäden als Haare ankleben. Nun dem Ei ein Gesicht verpassen.
Für den Stuhl, die Toi­lettenrolle flach zusammendrücken, mittig halbieren und ein Teil zu einer Sitzschale mit Lehne formen. Aus einem Eierkarton einen Separierkegel schneiden, die Spitze oben abtrennen und so unter die Sitzschale kleben, dass ein Stuhl entsteht. Die Beine so knicken, dass das Eiermännlein darauf sitzen kann. Frohe Ostern wünscht Kiez und Kneipe.

Tore statt Platzverweise..!

»SV Tasmania« will den Abwärtstrend des letzten Monats stoppen

Das neue Jahr hatte verheißungsvoll begonnen für den »SV Tasmania«: Denn nachdem der Neuköllner Oberligist der starken ersten Hälfte der Saison 2024/25 gegen Ende doch Tribut zollen musste, startete er 2025 mit Siegen gegen »Optik Rathenow« (2:1) und im Traditionsduell bei »Tennis Borussia« (3:0).

Szene aus dem Pokalspiel.Foto:Hagen Nickelé

Schien die Mannschaft also wieder »in der Spur« zu sein, sollte sich im weiteren Verlauf des März das Blatt aber schon wieder wenden. So erwies sich Wismar wieder einmal als sportlich enttäuschender Trip, kassierte Tasmania dort doch eine deutliche 0:4-Niederlage – die nach dem Spielverlauf der ersten Hälfte (Pech im Abschluss plus Platzverweis) dennoch als unglücklich bezeichnet werden konnte. Das folgende Heimspiel verlor Tasmania gegen das formstarke Team von »Eintracht Mahlsdorf« mit 0:2 und konnte dem Gegner dabei kaum gefährlich werden. Ähnlich verhielt es sich dann auch im Viertelfinale des Berlin-Pokals, das beim Oberligakonkurrenten »BFC Preussen« glatt mit 0:3 verloren ging – innerhalb einer Viertelstunde vor der Pause musste man die drei Treffer schlucken und hatte mit eigenen Fehlern maßgeblichen Anteil daran. Tore statt Platzverweise..! weiterlesen

Petras Tagebuch

Aufs Reisen vorbereiten

Im Mai beabsichtige ich, mit dem Flugzeug nach Paris zu fliegen. Die Entscheidung für den Flug wurde eindeutig durch den Preis bestimmt. Die Bahn wäre viel zu teuer gekommen, obwohl ich nicht gerne fliege. Daraus erklärt sich auch, dass ich mich mit Flughäfen so gar nicht mehr auskenne. Und schon gar nicht mit dem BER, der mit neun Jahren Verzögerung im Oktober 2020 eröffnet wurde.
Eine sehr gute Freundin, die plant mit dem gleichen Flugzeug zu fliegen, kennt den BER genauso wenig wie ich. Also beschlossen wir, gemeinsam den Flughafen zu besichtigen. Es war gar nicht so einfach einen gemeinsamen Termin zu finden, weil im letzten Moment, insgesamt drei Mal, die streikende BVG dazwischen kam. Irgendwann gelang es dann doch noch. Petras Tagebuch weiterlesen